Woher sie kommen – und was Sie dagegen tun können

Da huscht plötzlich etwas Silbernes über den Badezimmerboden. Oder man entdeckt beim Ausräumen eines Kartons ein längliches Tierchen, das blitzschnell in der nächsten Ritze verschwindet.
Der erste Gedanke: Silberfischchen.
Aber ist es wirklich eines? Und viel wichtiger: Warum ist es überhaupt da – und warum bleibt es?
Denn Fischchen ist nicht gleich Fischchen. Gerade Silberfischchen und Papierfischchen werden häufig miteinander verwechselt. Sie sehen sich ähnlich, fühlen sich aber unter unterschiedlichen Bedingungen wohl. Und genau das ist entscheidend, wenn man sie wieder loswerden möchte.

Wo kommen Silberfischchen eigentlich her?

Silberfischchen leben schon lange sehr erfolgreich in unserer Nähe. Sie sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in kleinen Ritzen und Spalten. Deshalb bemerkt man sie oft erst, wenn man nachts das Licht im Bad einschaltet und ein Tier schnell davonhuscht.
Besonders wohl fühlen sie sich dort, wo es warm und feucht ist – zum Beispiel im Badezimmer, in der Waschküche, Küche oder in feuchteren Kellerbereichen.
Und warum bleiben sie?
Weil sie in unseren Wohnungen eigentlich alles finden, was sie brauchen: Feuchtigkeit, kleine Verstecke und Nahrung. Hautschuppen, Haare sowie stärke- und zuckerhaltige Materialien können ihnen bereits reichen.
Ein Silberfischchen ist daher nicht automatisch ein Zeichen dafür, dass eine Wohnung schmutzig ist.

Bedeutet Silberfischchen, dass ich Schimmel habe?

Diese Frage hören wir häufig.
Die kurze Antwort lautet: Nein. Silberfischchen bedeuten nicht automatisch Schimmel.
Sie mögen allerdings eine hohe Luftfeuchtigkeit. Wenn plötzlich sehr viele Tiere auftreten oder das Problem dauerhaft bleibt, lohnt sich deshalb ein genauerer Blick: Ist ein Raum ständig zu feucht? Gibt es einen Wasserschaden? Kondensiert Feuchtigkeit an bestimmten Stellen? Oder steckt vielleicht ein bauliches Problem dahinter?
Auch Schimmel benötigt Feuchtigkeit zum Wachsen. Silberfischchen und Schimmel können deshalb dieselbe Ursache haben – das eine beweist aber nicht automatisch das andere.
Das Silberfischchen ist also manchmal weniger das eigentliche Problem als ein Hinweis darauf, genauer hinzusehen.
Oder ist es vielleicht ein Papierfischchen?
Hier wird es spannend.
Papierfischchen sehen Silberfischchen ähnlich, sind meist etwas größer und wirken eher grau-bräunlich. Vor allem aber unterscheiden sie sich in einem wichtigen Punkt:
Papierfischchen brauchen kein feuchtes Badezimmer.
Sie kommen auch mit trockenen und warmen Wohnräumen gut zurecht. Deshalb entdeckt man sie beispielsweise im Wohnzimmer, Schlafzimmer, Büro oder in Bereichen mit Büchern und Kartons.
Und Papierfischchen können auf einem Weg zu uns gelangen, den viele nicht erwarten: über Kartons, Verpackungsmaterialien und Warenlieferungen.
Gerade Wellpappe, Verpackungen, Füllmaterialien oder Paletten können ihre Verbreitung begünstigen. Das heißt natürlich nicht, dass mit jedem Paket ein Papierfischchen kommt. Es erklärt aber, warum die Tiere auch in einer sauberen Wohnung oder sogar in einem relativ neuen Gebäude auftauchen können.

Warum sollte man Papierfischchen nicht einfach ignorieren?

Ein einzelnes Silberfischchen im Badezimmer verursacht normalerweise noch keinen Grund zur Sorge.
Bei Papierfischchen schaut die Sache etwas anders aus. Sie ernähren sich unter anderem von cellulose- und stärkehaltigen Materialien. Dadurch können bei stärkerem Befall Papier, Bücher, Kartonagen oder Tapeten beschädigt werden.
Wer also immer wieder Fischchen zwischen Büchern, Unterlagen oder Kartons entdeckt, sollte nicht automatisch davon ausgehen, dass es sich um klassische Silberfischchen handelt.

Was kann ich selbst tun?

Als Erstes: beobachten, wo die Tiere auftreten.
Tauchen sie hauptsächlich im feuchten Badezimmer auf? Oder laufen sie auch durch trockene Wohnräume und finden sich rund um Kartons oder Bücher?
Bei Silberfischchen kann es bereits viel bringen, die Feuchtigkeit zu reduzieren: regelmäßig stoßlüften, ausreichend heizen und auffällig feuchte Stellen bzw. mögliche Feuchtigkeitsursachen überprüfen. Ritzen und Spalten können gereinigt und – wo sinnvoll – abgedichtet werden.
Bei Papierfischchen ist „einfach mehr lüften“ dagegen keine ausreichende Lösung. Kartons und besonders Wellpappe sollten nicht unnötig lange gelagert werden. Auch Versteckmöglichkeiten in Ritzen und Spalten spielen eine Rolle.
Und genau hier liegt ein häufiger Fehler: Man probiert verschiedenste Hausmittel oder Sprays aus, ohne überhaupt zu wissen, welche Fischchenart vorhanden ist.

Wann brauche ich einen Profi?

Nicht wegen eines einzelnen Fischchens.
Wenn aber immer wieder Tiere auftreten, mehrere Räume betroffen sind, Papier oder Bücher Schäden zeigen oder Sie nicht feststellen können, woher die Tiere kommen, ist eine genaue Bestimmung sinnvoll.
Gerade Papierfischchen können sich gut verstecken und ihre Bekämpfung kann aufwendig sein. Auch das Umweltbundesamt empfiehlt bei einem Befall, der sich nicht eindämmen lässt, professionelle Unterstützung.
Bei Micro-Biotic beginnen wir deshalb nicht mit der Frage:
„Was können wir dagegen sprühen?“
Sondern mit:
Was ist es? Woher kommt es? Warum findet es hier geeignete Bedingungen?
Erst wenn diese Fragen geklärt sind, lässt sich entscheiden, welche Maßnahmen tatsächlich sinnvoll sind.
Denn oft liegt der Schlüssel nicht nur darin, die sichtbaren Tiere zu beseitigen – sondern herauszufinden, warum sie überhaupt da sind.
Sie entdecken immer wieder Silber- oder Papierfischchen und sind sich nicht sicher, womit Sie es zu tun haben?
Wir helfen bei der Bestimmung, Ursachenanalyse und – wenn notwendig – bei der fachgerechten Bekämpfung.

Micro-Biotic – Sicherheit beginnt mit Prävention.

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