Siebenschläfer und Marder

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Was rumpelt nachts auf meinem Dachboden

Nächtliche Störungen durch ungebetene Hausgäste rauben einem den Schlaf. Wie Sie erkennen können, welche Störenfriede sich auf Ihrem Dachboden aufhalten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Marder, Siebenschläfer oder ein anderes Nagetier?

Ein Siebenschläfer oder andere Bilch-Arten sind in Laubwäldern aufzufinden. Dachböden, Zwischendecken oder Gartenhäuschen werden gerne genutzt, da sie vor Fressfeinden schützen. Die Siebenschläfer-Weibchen leben mit Ihren Nachkommen von August bis September in Rudeln, die Männchen sind Einzelgänger außerhalb der Paarungszeit.

Ungefähr 3 cm reichen aus, um den kleinen Nagern Einlass zu gewähren. Sind diese einmal bei Ihnen eingezogen, verschwinden sie nicht mehr so leicht. Oft ließt man, Ultraschallgeräte oder Musik würde die Siebenschläfer abschrecken und zum Umzug überreden. Dauerlösung ist dies jedoch keine, sie kommen immer wieder und mit ungefähr sechs Jahren Lebenserwartung hat man für längere Zeit zu schaffen.

Im Laufe der Zeit zeigen sich die kleinen Nager auch oft, da sie Vorräte von uns stehlen. Nachts hört man Nagegeräusche, ein Rumpeln von den tobenden Nachkommen oder rollende Nüsse.

Siebenschläfer in Decke

Siebenschläfer in der Decke

Hier ein Foto von einer Siebenschläfer-Vertreibung, der Nachwuchs war sehr gespannt was wir vor Ort mit der Kundin besprochen haben. Ein kleiner Siebenschläfer sieht aus einem Spoteinbau aus der Decke.

Im Verhalten sind die Tiere sehr ähnlich, ein ungeschultes Auge kann nur schwer unterscheiden, um welches Nagetier es sich handelt. Anhand der Kotspuren könnte man auch auf Mäuse oder Ratten tippen.

Kotspuren von Siebenschläfern

Die Merkmale von Ratten und Mäusen u. a. den Kot betreffend sind dem Siebenschläfer sehr ähnlich.

Siebenschläfer in Decke

Der Marder

Es muss ein größeres Tier auf unserem Dachboden sein

Das höre ich oft von unseren Kunden. Der Marder ist mit seinen ein bis zwei Kilogramm Gewicht immerhin zehn Mal so schwer als ein Siebenschläfer. Nachts hört man ein ständiges Kratzen und lautes Rumpeln, vor allem die Jungtiere verwandeln Ihren Dachboden in eine Turnhalle. Die Nachkommen machen sich von März bis Mai bemerkbar, danach gehen diese wieder einzelne Wege.

Marder Kotspuren am Dachboden

Marder - Merkmale

Erkennbar ist der Marder durch seinen starken Geruch. Er hinterlässt vielerlei Kotspuren, starkriechenden Urin und Essensrückstände (Aas). Schlaf- und Nisthöhlen richtet sich der Marder gerne mit Dämmmaterial, was Schäden an Ihrem Haus verursachen kann. Achten Sie auch auf Pfotenabdrücke und Kratzspuren an Laufwegen.

So kommt der Marder ins Haus

Dachrinnen und Holzbalken werden gerne als Aufstiegshilfe benutzt. Ungefähr zehn Zentimeter reichen aus, um Eindringungsmöglichkeit zu bieten. Die Dauerlösung für ruhige Nächte ist – jegliche Eindringungsmöglichkeiten mit einem feinmaschigen Gitter zu verschließen!

Vertreibungsmöglichkeiten mit Hausmitteln oder Geräuschen sind keine Dauerlösung. Ein Profi kann bis zur Behebung der baulichen Mängel Abhilfe verschaffen.

Wir empfehlen Vorbeugemaßnahmen gegen Nagetiere, um größere Mängel und Schäden zu vermeiden, gerne können Sie auch telefonische Auskunft von uns erhalten.

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